Astrofotografie in den Bergen

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    • Astrofotografie in den Bergen

      Wenn ich ehrlich bin waren es meine ersten halbwegs seriösen Versuche mit der Astrofotografie... zuvor war ich immer in der Umgebung von Wien und da konnte man mit den drei sichtbaren Sternen es eher Smogfotografie nennen als Astrofotografie.

      Wie auch immer, mein Ziel war es mittels Nachverfolgung auch punktartige Sterne zu bekommen, was ab einer gewissen Bennweite leider aufgrund der verschiedenen Geschwindigkeiten am Himmel (ich denke dass dies der Grund ist) nicht überall geht, einige jedoch auf welche "gezielt wurde" sind recht scharf geworden, trotz 5-Minütiger Belichtung

      Folgendes schaut dann als Ergebnis heraus.


      So weit so gut, dass die Umgebung unscharf ist, ist klar, da ja nachgeführt und bewegt wird. Aus diesem Grund habe ich das noch einmal ohne Nachführung gemacht, also ganz "normal" ebenso 5 Minuten lang belichtet (rechts oben sieht man die Auswirkung des Nordsternes sehr gut), die Sterne sind nun Streifen und die Umgebung scharf.


      Erfreulich fand ich schon einmal dass die Effekte sich wie vorgestellt und wie in der Theorie auswirkten, die Streifen im ersten Bild begründe ich mit der tatsache dass man links weiter vom Nordstern entfernt ist als rechts und die Nachführung auf die Milchstraße ausgerichtet war, okay.

      Bin gespannt was ihr dazu so sagt... :)
      1. Was haltet ihr von den Bildern?
      2. Wie kann ich die beiden am besten kombinieren - scharf, scharf? Mit einer einfachen Ebenenmaske geht es nicht da das obere Bild ja etwas verdreht ist und die Grenze so unscharf ist dass es da immer ein gewisses "Spiel" gibt. Ideen?


      Freue mich auf eure Kommentare! :)
      LG Gundahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • erstmal glueckwunsch @Gundahar das du die milchstrasse (ist sie doch oder ?) so gut hinbekommen hast. speziell auf dem erstenn foto.
      Was natuerlich den gesamt eindruck schmaelert ist die starke unschaerfe am boden im ersten foto und umgekehrt beim zweiten. Auch das die sterne sehr unscharf sind mildert den gesamteindruck.
      Kannst du nicht versuchen die beiden fotos ubereinander zu legen und die scharfen stellen freilegen. ist zwar ne muehevolle kleinarbeit, aber ich denke das wuerde sich hier lohnen.
      ...aber ich versichere Ihnen, das am Ende alles wird gut laufen..... ;)

      Lg Dirk
    • Ich kann Dir leider auch keine fachliche Rückmeldung geben. Aber der Sternenhimmel auf dem 1. Bild lädt zum lange Draufgucken ein. Schön.

      Falls der Vorschlag von Schlumpi für Dich nicht umsetzbar sein sollte, weil so zeitaufwändig, könnte ich mir vorstellen, dass der etwas störende unscharfe untere Bildteil mit einem schwarzen Verlaufsnebel versehen, den Sternenhimmel noch viel besser zur Geltung bringen würde.

      LG Gerti
      Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern. (Astrid Lindgren)
    • Danke für eure Kommentare. :)
      Bei Gelegenheit werde ich mich mal mit dem Zusammenrechnen der beiden Bilder näher beschäftigen, auch wenn es verdammt zeitaufwendig und mühsam ist wenn es ordentlich aussehen soll...

      Habe auch versucht die Milchstraße in Quer zu nehmen...
      leider braucht man dazu ein ordentliches Weitwinkel und so sieht man links und rechts die Verzerrungen, in der Mitte jedoch hat die Nachtführung funktioniert. :)


      Was sagt ihr dazu?

      LG Gundahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • Spannend!
      Das zweite gefällt mir am Besten - wohl weil es meiner natürlichen Empfindung am ehesten entspricht: der Boden ist stabil und die Fix(!)-Sterne 'bewegen' sich...

      Einige Profis setzen viele kürzer belichtete Bilder zusammen - mit bzw ohne 'star trails'. Hast Du das auch schon probiert?
      Das könnte auch die Probleme am Objektivrand beheben: durch Entzerrung vor dem zusammenrechnen.
      Creativity is allowing yourself to make mistakes. Art is knowing which ones to keep. - Scott Adams, cartoonist (1957- )
    • blosshapperter schrieb:

      Einige Profis setzen viele kürzer belichtete Bilder zusammen - mit bzw ohne 'star trails'. Hast Du das auch schon probiert?
      Nein habe ich noch nicht probiert, möchte ich aber sobald ich einmal Zeit und Himmel gefunden habe das Rohmaterial zu erstellen... :)
      Dürfte jedenfalls eine der arbeitsintensivsten Methoden sein, mal schauen. :)

      LG Gundahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • Schlumpi schrieb:

      wann geht es weiter @Gundahar ? da bin ich echt gespannt drauf !
      Nochmal der gleiche Fall... bzw. das Problem die Bilder schön (!) miteinander zu verbinden... diesmal an einer anderen Stelle in einer anderen Nacht. :)

      Mit Nachvervolgung


      Ohne


      Belichtungszeit war jeweils 5 Minuten.

      LG Gundahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • Schlumpi schrieb:

      jetzt noch laenger und du hast runde sternenspuren
      Ja das mit den langen Spuren werde ich wohl auf das nächste Mal verlegen müssen wenn ich in "lichtsauberer" Natur bin... :)

      Dann hätte ich noch zwei Bilder in Richtung Hochkönig selber... ohne Nachführung da der Mond schon kam und so der Berg zum nächtlichen Motiv wurde...


      Leider war das fokussieren verdammt schwer da der Berg ja dennoch weit weg war und so habe ich mich leider etwas verschätzt... schade dass für weitere Bilder kein Akku mehr da war...


      LG Gudnahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • ich liebe Sternenhimmel. Bin nachts oft droben am Berg - einfach nur schauen.

      Einfach so, weil sie mir gefallen, ohne technisches Wissen:

      das erste Foto mit Nachverfolgung gefällt mir wegen dem tollen Sternenhimmel
      das letzte mit dem Hochkönig gefällt mir hauptsächlich wegen dem tollen Licht um eben diesen König.
      Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern. (Astrid Lindgren)
    • Gundahar schrieb:

      Wenn ich ehrlich bin waren es meine ersten halbwegs seriösen Versuche mit der Astrofotografie... zuvor war ich immer in der Umgebung von Wien und da konnte man mit den drei sichtbaren Sternen es eher Smogfotografie nennen als Astrofotografie.

      Wie auch immer, mein Ziel war es mittels Nachverfolgung auch punktartige Sterne zu bekommen, was ab einer gewissen Bennweite leider aufgrund der verschiedenen Geschwindigkeiten am Himmel (ich denke dass dies der Grund ist) nicht überall geht, einige jedoch auf welche "gezielt wurde" sind recht scharf geworden, trotz 5-Minütiger Belichtung

      Folgendes schaut dann als Ergebnis heraus.


      So weit so gut, dass die Umgebung unscharf ist, ist klar, da ja nachgeführt und bewegt wird. Aus diesem Grund habe ich das noch einmal ohne Nachführung gemacht, also ganz "normal" ebenso 5 Minuten lang belichtet (rechts oben sieht man die Auswirkung des Nordsternes sehr gut), die Sterne sind nun Streifen und die Umgebung scharf.


      Erfreulich fand ich schon einmal dass die Effekte sich wie vorgestellt und wie in der Theorie auswirkten, die Streifen im ersten Bild begründe ich mit der tatsache dass man links weiter vom Nordstern entfernt ist als rechts und die Nachführung auf die Milchstraße ausgerichtet war, okay.

      Bin gespannt was ihr dazu so sagt... :)
      1. Was haltet ihr von den Bildern?
      2. Wie kann ich die beiden am besten kombinieren - scharf, scharf? Mit einer einfachen Ebenenmaske geht es nicht da das obere Bild ja etwas verdreht ist und die Grenze so unscharf ist dass es da immer ein gewisses "Spiel" gibt. Ideen?


      Freue mich auf eure Kommentare! :)
      LG Gundahar

      Servus Gundahar.
      Vielleicht kann ich dir eine kleine Hilfe sein.

      Meine Frage?
      Hast du das Nachführgerät exakt auf den Nordstern ausgerichtet.
      Denn auch bei deinem ersten Foto mit Nachfürgerät haben links die Sterne Striche.
      Das dürfte mit dem Nachführgerät nicht sein.

      Frage zwei?
      Du möchtest Sterne und Landschaft scharf haben.
      Ist nicht einfach, aber du könntest versuchen die scharfe Landschaft auszuschneiden und auf das Bild mit den scharfen Sternen legen.

      Nebenbei, wenn dich für Sternenfotografie interessierst kann ich dir kostenlos Link von Programmen senden mit den du die Fotos gut stacken kannst, hat übrigens nichts mit stacken von Insekten zu tun.
      Wenn du mit den Nachführgerät arbeitest musst du minderst 30 oder 50 Foto zu je 3 Minuten oder mehr machen dann bekommst du auch gute Farben.
      Ich selber bin diesbezüglich ein Anfänger aber ein klein wenig geht es schon bergauf.
      Liebe Grüße
      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Peter ()

    • Peter schrieb:

      Hast du das Nachführgerät exakt auf den Nordstern ausgerichtet.
      Denn auch bei deinem ersten Foto mit Nachfürgerät haben links die Sterne Striche.
      Das dürfte mit dem Nachführgerät nicht sein.
      Sollte eingentlich genau ausgerichtet gewesen sein. Das Problem bei der Nachführung ist aber ab einer gewissen Brennweite so (bzw. bei mir), da die Sterne im linken Teil des Bildes ja eine andere "Geschwindigkeit" haben als wo anders. Ab einem gewissen Größenunterschied zeigt sich dann dieser Effekt.
      Habe das selbe mit etwa 50mm gemacht und es ergab noch nicht dieser Effekt.

      Peter schrieb:


      Du möchtest Sterne und Landschaft scharf haben.
      Ist nicht einfach, aber du könntest versuchen die scharfe Landschaft auszuschneiden und auf das Bild mit den scharfen Sternen legen.
      Nebenbei, wenn dich für Sternenfotografie interessierst kann ich dir kostenlos Link von Programmen senden mit den du die Fotos gut stacken kannst, hat übrigens nichts mit stacken von Insekten zu tun.
      Ja, das war das Ziel.
      Das habe ich versucht, jedoch ist es leider bis jetzt nicht wirklich schön gelungen da die unscharfe Landschaft einen schwammigen Übergang hat.

      Für Links bin ich immer dankbar, kann ja interessant sein was sich alles machen lässt.
      Leider wohne ich im Großraum Wien mit hoher Lichtverschmutzung weshalb ich Rohmaterial nur im Urlaub sammeln kann. :)

      LG Gundahar
      Man lernt nie aus. ;-)
      Fotograf aus Wien
    • Servus Gundahar

      Diese beiden Programme sind unverzichtbar in der Auswertung der Sternenfotografie.
      Wie schon erwähnt bin ich auch erst am Anfang und kann nur ein kleinwenig mitreden.
      Aber es ist schon erstaunlich was man nur mit einen Fotoapparat so alles an Sternen erwischen kann
      Das schwierige ist für mich, etwas zu fotografieren was man auf den ersten Blick überhaupt nicht man sehen kann.

      Mit diesem Programm setzt du mal alle Fotos zusammen.
      Was Light Darkframes Flatframes und Offset bedeutet musst du Google fragen, wenn du es noch nicht kennen solltest.
      Ebenso die Anwendung der beiden Programme ist es sinnvoller Google zu fragen es gibt gute Videos.
      Zum Erklären ist das zu umfangreich.

      deepskystacker.free.fr/german/download.htm

      Mit diesen Programm kannst du das vertilg Foto weiter bearbeiten und mehr Farben rausholen.

      fitswork.de/software/

      Hier meine ersten Errungenschaften.
      wetter-live.at/index2/images/Sterne/28.02.16.jpg
      wetter-live.at/index2/images/Sterne/st1.jpg
      wetter-live.at/index2/images/Sterne/and1.jpg

      Die Andromeda Galaxie ist mir zu dunkel geworden.
      Der Orion Nebel würde ich sagen geht schon mal für den Anfang.
      Alles mit der Nikon D7100 und einen 105 Makro Objektiv gemacht.

      Liebe Grüße
      Peter
    • Servus Gundahar

      Ich habe mir erlaubt kurz deine beiden Fotos auszuleihen und auf die Schnelle zusammenfügen.
      Ich hoffe du verklagst mich jetzt nicht, ich wollte es dir nur mal zeigen, dass es möglich ist.
      Mit etwas mehr Mühe kann man das Bild um einiges verschönern.
      Liebe Grüße
      Peter
      Ps.: deine Fotos sind schon wieder von meinen PC entfernt worden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Peter ()