Neue Datenschutzbestimmungen für Fotografen ab 25.05.2018

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    • Neue Datenschutzbestimmungen für Fotografen ab 25.05.2018

      Moin zusammen,
      in Deutschland sind mal wieder die Datenschutzbestimmungen drastisch verschärft worden.
      Dabei ändert sich einiges für uns Fotografen.
      Was wir zukünftig beachten müssen könnt ihr hier kompakt nachlesen:
      ipcl-rieck.com/allgemein/wisse…ipps-fuer-fotografen.html
      Gerade für Fotografen die Menschen ablichten egal in welcher Form gibt es gravierende Einschnitte.
      Liebe Grüße
      Wiltrud
    • Wenn die EXIFs eines Bildes gelöscht werden, müßte es eigentlich wie ein Analogbild behandelt werden. Genau so wäre es, wenn ich ein Digitalbild ausarbeiten lasse und dann das Papierbild scanne.
      Ich habe diese Frage an ipc-rieck gestellt, bin gespannt ob es eine Antwort gibt.
    • Grundsaetzlich finde ich das gar nicht mal soooo schlecht. Die einverstaendnisserklaerung von personen einzuholen find ich sogar gut. Gibt es doch unendlich viele fotos von menschen irgendwo im busch die abgelichtet und verøffentlicht werden. Wohl mit dem hintergedanken , die haben da eh kein internet. Respektlos aus meiner sicht. Zum anderen werden berufsfotografen ja etwas anders behandelt bei z.b. sportveranstaltungen, das sichert denen auch ein stueck mehr sicherheit in bezug auf ihren jobb. Mich beruehrt es insgesamt nicht so dolle das gesetz. Hier ist eh noch etwas anders so wie in Schweden und zum anderen beschaeftige ich mich ja auch kaum mit menschen im foto.
      ...aber ich versichere Ihnen, das am Ende alles wird gut laufen..... ;)

      Lg Dirk
    • Ich hab da mal ne ganz persönliche frage

      da ich ja sehr viel im hundesport unterwegs bin und fotografiere und wir auch viele gemeinsame wanderungen

      mit unseren hunden unternehmen wobei ich ja auch fotos mache bei denen auch menschen zu sehen sind.

      alle möchten dann die fotos im "gesichts buch" in einem album sehen.

      heisst das, ich darf die fotos dort nicht mehr zeigen,es sei denn ich habe von jedem die erlaubnis.

      nützt eine mündliche erlaubnis überhaupt etwas oder muss das alles schriftlich sein

      ich habe gehört,man darf ja nicht mal mehr auf seiner eigenen homepage fotos mit familienmitgliedern posten


      lg stefan
    • Ganz genau kann dir das sicher nur ein jurist beantworten Stefan, aber grundsaetzlich sollte man von allen
      personen die man fotografiert und verøffentlich die schriftliche einverstaendniss erklaerung haben. Falls nicht
      und es kommt mal zum streit und das foto des streitenden ist im net , dann koenntest du ein problem bekommen.
      ...aber ich versichere Ihnen, das am Ende alles wird gut laufen..... ;)

      Lg Dirk
    • Um das mal ganz kleinlich zu sehen brauchst du bald von jedem Lebewesen die Erlaubnis...
      Also wenn du Menschen bewusst fotografierst und sie nicht "Beiwerk" sind, dann brauchst du eine schriftliche Erlaubnis.
      Wenn du die Bilder privat machst und nicht im Netz veröffentlichst, dann brauchst du sie nicht.
      Wenn du die Menschenfotos in einem geschlossenen und nur für die Teilnehmer einsichtbaren Raum zeigst, ihr euch kennt und du dir sicher bist das dir keiner ans Bein pinkelt, dann reicht es mündlich.
      Liebe Grüße
      Wiltrud
    • Noch einfacher :) Das recht am foto ist immer beim fotografen, das foto kann sich jeder fotograf ausdrucken und unters kopfkissen legen. Das recht der abgebildeten person ist immer bei der person, auch mit einverstaendnisserklaerung , denn die kann auch zurueckgenommen werden.

      Wiltrud genau in dem punkt Beiwerk liegt ja im moment das problem. Wenn man sich so durch die foren liest dann ist das wie es bislang gehandhabt wurde (hauptmotiv der berg, menschen im foto beiwerk)
      das problem. Nach den neuen datenschutzbestimmungen musst du von JEDER person auf dem foto die einverstaendnisserklaerung schriftlich haben.
      Einige verweisen momentan daraufhin, das auch die besten juristen im moment nicht sso recht wissen was endgueltiges recht ist und hoffen
      auf die ersten klagen, denn dann muss ein gericht einen praezisdentfall schaffen an denen sich dann alle orientieren koennen.
      Im momnet ist alle irgendwie klar aber doch unklar.
      ...aber ich versichere Ihnen, das am Ende alles wird gut laufen..... ;)

      Lg Dirk
    • Hier kommt klarheit in die sachlage . aus einem anderen forum systemkamera-forum.de

      Eine Stellungnahme zur DGSVO und Fotografie des zuständigen Bundesministeriums.

      "Sehr geehrter Herr X....,
      vielen Dank für Ihre Anfragen vom 30. April und 03. Mai 2018.

      Eine Verbreitung dieser Antwort ist wünschenswert, sofern die Antwort vollständig wiedergeben und nicht einzelne Passagen aus dem Zusammenhang gerissen werden.

      Gerne nehme ich vertiefend zu Ihren Fragen Stellung. Um Wiederholungen zu vermeiden, möchte ich jedoch eingangs erneut betonen, dass sich aus der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und den diese ergänzenden nationalen Gesetzen keine wesentlichen Änderungen der Rechtslage bei der Anfertigung und Verbreitung von Fotografien ergeben.

      Das Anfertigen von Fotografien wird sich auch zukünftig auf eine - wie bislang schon - jederzeit widerrufbare Einwilligung oder alternative Erlaubnistatbestände wie die Ausübung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO) stützen können. Diese Erlaubnistatbestände (nach geltender Rechtslage Art. 7 der geltenden EU-Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG i.V.m. den nationalen Umsetzungsgesetzen) decken seit vielen Jahren datenschutzrechtlich die Tätigkeit von Fotografen ab und werden in Art. 6 DS-GVO fortgeführt. Die Annahme, dass die DS-GVO dem Anfertigen von Fotografien entgegen stehe, ist daher unzutreffend.

      Für die Veröffentlichung von Fotografien bleibt das Kunsturhebergesetz auch unter der ab dem 25. Mai 2018 anwendbaren Datenschutz-Grundverordnung erhalten. Es sind, wie ich bereits in meiner Antwort ausgeführt habe, keine Änderungen oder gar eine Aufhebung mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung vorgesehen.
      Die Ansicht, das Kunsturhebergesetz werde durch die DS-GVO ab dem 25. Mai 2018 verdrängt, ist falsch. Das Kunsturhebergesetz stützt sich auf Artikel 85 Abs. 1 DS-GVO, der den Mitgliedstaaten nationale Gestaltungsspielräume bei dem Ausgleich zwischen Datenschutz und der Meinungs- und Informationsfreiheit eröffnet. Das Kunsturhebergesetz steht daher nicht im Widerspruch zur DS-GVO, sondern fügt sich als Teil der deutschen Anpassungsgesetzgebung in das System der DS-GVO ein. Eine gesetzliche Regelung zur Fortgeltung des Kunsturhebergesetzes ist nicht erforderlich. Ebenso führen die Ansätze anderer Mitgliedstaaten, die sich in allgemeiner Form zum Verhältnis von Datenschutz und Meinungs- und Informationsfreiheit verhalten, in der praktischen Umsetzung nicht weiter und führen nicht zu mehr Rechtssicherheit.

      Die grundrechtlich geschützte Meinungs- und Informationsfreiheit fließt zudem unmittelbar in die Auslegung und Anwendung der DS-GVO ein, insbesondere stellen sie berechtigte Interessen der verantwortlichen Stellen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO dar. Die DS-GVO betont, dass der Schutz personenbezogener Daten kein uneingeschränktes Recht ist , sondern im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktion und unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsprinzips gegen andere Grundrechte abgewogen werden (Erwägungsgrund 4). Zu den von der DS-GVO in diesem Zusammenhang genannten Grundrechten zählt ausdrücklich auch die Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.

      Ich würde mich freuen, wenn die vorstehenden Ausführungen dazu beitragen, Ihnen Ihre Befürchtungen zu nehmen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Im Auftrag

      Regina Krahforst

      Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
      - Bürgerservice -
      ...aber ich versichere Ihnen, das am Ende alles wird gut laufen..... ;)

      Lg Dirk